8.2 Der Webtext – 6 Tipps

a. Gute Webtexte sind wie ein Gespräch unter vier Augen.

Dieses Gespräch findet nur zwischen dir und deinem Leser statt. Auch wenn deine Website täglich von Hunderten an Besuchern frequentiert wird: Hat jemand ein Problem oder ist er über eine Suchmaschine auf deine Seite gelandet, ist er gespannt darauf zu lesen, was du ihm ganz persönlich zu sagen hast.

Richten deine Texte danach aus. Als ob du ein direktes Gespräch mit deinem Leser führst. Die meisten Webtexte ignorieren das völlig …

Die Anforderungen an modernes Zeitmanagement sind enorm: Neben den beruflichen Aspekten sind auch die privaten zu berücksichtigen. Eine bessere Zeitplanung kann helfen, die knappe Ressource Zeit besser zu nutzen …

Hallo? Würdest du so mit jemandem reden, der mit einem Zeitproblem zu dir kommt und dich deshalb um Rat bittet?

Wahrscheinlich würdest du mit demjenigen ganz anders reden. Und genauso „anders reden“ musst du auch in deinen Webtexten. Persönlicher. Direkter. Empathischer.

Wie wäre es mit:
„Ich weiß, du bist gestresst – aber du bist auf unserer Webseite gelandet! Und genau hier bist du richtig, denn ich will dir zeigen, wie ich meinen super gestressten Alltag so verändert habe, dass ich heute da Leben regelrecht genießen kann!“

b. Gute Webtexte spiegeln deine Einzigartigkeit und Persönlichkeit wieder

Viele Webtexte sind geradezu „sagrotanisiert“, hygienisch einwandfrei glattgebügelt. Keine Ecken und Kanten. Nichts, was irgendwie die Persönlichkeit des Schreibers durchschimmern lässt. Bestes Deutschstundendeutsch. Subjekt Prädikat Objekt. Und das über die gesamte Website. Nichts ist langweiliger. Und Langeweile ist dein größter Feind beim Webtexten. Denn wer deine Website besucht, ist extrem ungeduldig. Er möchte bei dir so schnell wie möglich das Gefühl bekommen, dass es sich lohnt, deinen Text zu lesen. Dass du ihm etwas zu sagen haben. Das gelingt dir wesentlich überzeugender, wenn du nicht akkurates Schriftdeutsch texten, sondern deine Persönlichkeit und deine Emotionen mit hineinbringst.

Am besten schreibst du auch auf, was dich selber an deiner Gemeinde so begeistert. Oder an dem Angebot, was du vorstellen möchtest.

c. Gute Webtexte bieten deinem Leser die Möglichkeit selbst immer wieder Neues zu entdecken

Der besondere Reiz des Internets liegt darin, dass man hinter jedem Klick etwas Interessantes vermutet. Was wird sich wohl dahinter verbergen?

  • Ein heißer Tipp?
  • Eine Empfehlung?
  • Endlich die Lösung für mein brennendes Problem?

Deshalb bieten gute Webtexte Lesern die Möglichkeit, aus dem Text heraus, neue interessante Informationen zu entdecken. Indem du einzelne Schlüsselworte zu Links machen, denen man folgen kann. Aber nicht muss. Selbst auf die Gefahr hin, dass deine Leser dann Ihren eigentlichen Text nicht bis zum Ende lesen wird, … du wirst ihn stärker fesseln, wenn du seinen „Entdeckerdrang“ wecken.

d. Gute Webtexte verfolgen ein Ziel

Was möchtest du von deinem Webbesucher? Möchtest du, dass er deine Gemeinde als Experte in Sachen Leben und Glauben wahrnimmt? Dass er deine Website weiterempfiehlt?

Möchtest du, dass dein Webbesucher dir seine E-Mail-Adresse mitteilt, damit du ihm weitere Informationen zusenden kannst? Es reicht nicht, einfach nur die Leistungen deiner Gemeinde vorzustellen. Es sei denn, das einzige Ziel deiner Website ist, eben „nur“ die Leistungen vorzustellen. Du musst mir als potenziellem Interessenten deine Angebote mit deinem Web Text so schmackhaft wie möglich machen, sodass ich von selbst erkenne: Das ist genau das, was ich jetzt brauche.

e. Gute Webtexte fordern auf zum Handeln

Gute Webtexte führen den Leser durch deine Website. Und vertrauen nicht darauf, dass deine Webbesucher schon von selbst den besten Weg finden, um zu den gewünschten Informationen zu gelangen.

Ein Beispiel:

Da bietet eine Beraterin Tipps zu Bewerbungsgesprächen an. Diese Tippseite taucht aber einzig und allein nur im Navigationsmenü auf, wird woanders ansonsten mit keiner Silbe erwähnt.

Warum nicht auch auf den anderen Internetseiten, dort, wo es passt, im Text auf diese Tippseite hinweisen? Am besten gleich mit direktem Link zum Anklicken.

Eine gute Stelle, um deinen Leser zum Handeln aufzufordern, ist auch der letzte Absatz des Webtextes. Denn jeder Leser wird sich fragen: Und was mache ich jetzt?

Sagen es ihm: „Wenn du unseren Gottesdienst mit sehr effektiven Impulsen für dein Leben besuchen willst und danach auch noch ein exzellentes Mittagessen mit mir genießen möchtest, dann klicke auf diesen Gutschein hier und wir werden uns nächsten Sonntag beim Mittagessen kennen lernen – ich freue mich auf dich!”.

f. Gute Webtexte geben auch den Suchmaschinen genügend Futter

Nun, deine Webtexte sollten natürlich an erster Stelle für Ihre Leser geschrieben sein. Verständlich, klar, sympathisch. Aber denke auch daran: Die Suchmaschinen lesen mit. Insofern kann es ganz nützlich sein, sich zu überlegen, welche Formulierungen in deinem Webtext dir auch Pluspunkte bei den Suchmaschinen bringen können.

Beispielsweise indem du deine Überschrift so formulierst, dass du zu einem interessanten Link bei Google und Co. wirst.

Oder indem du, wenn dein Text fertig ist, noch einmal schaust, wie du ihn für die Suchmaschinen noch ein wenig optimieren kannst. Etwa indem du dein Keyword an prominenten Stellen platzierst (zum Beispiel im ersten Absatz, in den Zwischenüberschriften und so weiter).