8.2.2 Eine “verzauberte” Theologie der Schöpfung und Kultur

Pfingstler bejahen das Wirken des Heiligen Geistes und von Geistern in der Welt. Der Geist ist in der Natur und in der Kultur aktiv, wodurch die Schöpfung “verzaubert” wird. Die Gegenwart und das Wirken des Geistes in der gegebenen, physischen Schicht der Schöpfung – “Natur” – und der gemachten, menschlichen Schicht der Schöpfung – “Kultur” – ist in der Pfingstbewegung lebendig; dass die Schöpfung mit der erhaltenden und wirkenden Gegenwart des Geistes aufgeladen ist, ist in den Gebeten und Praktiken pfingstlicher Spiritualität implizit. Die Anerkennung, dass der Geist und auch die Geister existieren und in die reale Welt eingreifen, ist in pfingstlichen Gottesdiensten und Gebeten sichtbar, wobei Begriffe wie “Befreiung”, “Heilung” und “Fülle” oft und mit dieser Annahme im Hinterkopf verwendet werden.