7.1 Warum braucht es eine einheitliche Außendarstellung: Name, Logo, Slogan?

Design muss sein!

Weißt du, welches Logo dein Fleischermeister hat? Erkennst du das Fahrzeug deines SHK-Fachbetriebs auf Anhieb und ̈kannst du die Anzeige im Wochenanzeiger genau am optischen Erscheinungsbild dem Handwerksunternehmen, das diese Anzeige aufgegeben hat, zuordnen?

Wenn ja, dann zählt das betreffende Handwerksunternehmen zu den Profis am Markt. Denn für ein Handwerksunternehmen ist es wie für andere Unternehmen und auch für Kirchen besonders wichtig, durch ein einheitliches Erscheinungsbild, ein Corporate Design, unterscheidbar von den Wettbewerbern zu sein und sich dadurch ein eigenes Profil zu verschaffen.

Warum ist das Erscheinungsbild einer Kirche so wichtig?
Die Außendarstellung – Brücke zwischen Kirche und Kunde

Der erste Eindruck, den ein Mensch von einer Kirche bekommt, ist oftmals ausschlaggebend für die Entscheidung, diese einmal zu besuchen oder nicht. Kommen wir zurück auf die Kühe: Das weiße Tor war für die wilden Kühe unheimlich. Das kannten sie in der freien Wildbahn nicht. Das Holztor mit dem Bäumen drum herum fühlte sich direkt heimelig an.
Man sagt, für den ersten Eindruck gäbe es keine zweite Chance. Sieht das Logo freundlich und klar aus, fühlt der Kunde sich positiv angesprochen, werden vertraute Symbole verwendet, so wird auch hier eine Brücke des Vertrauens gebaut.

Doch die Außendarstellung einer Kirche bezieht sich nicht nur auf das nackte Logo. Die Kleidung der Mitarbeiter, die Räume, Schilder bis hin zur Geschäftsausstattung vom Briefpapier bis zur Visitenkarte vermitteln dem Menschen, mit welcher Kirche er es zu tun hat.

Für eine Kirche ist es daher dringend erforderlich, dass die Außendarstellung der Kirchenphilosophie – dem Selbstverständnis – entspricht.

Der Wiedererkennungswert steigt bei einheitlicher Außendarstellung, die Kirche prägt sich ein und wird bekannter. Wenn du überlegst, warum du bestimmte Produkte kaufst und andere wiederum nicht, dann hat dies gewiss auch mit der Bekanntheit bzw. dem Vertrauen, das du dem Produkt schenkst, zu tun. In den wenigsten Fällen wirst du dich bei wichtigen Kaufentscheidungen auf ein unbekanntes Abenteuer einlassen. Du vertraust der Kirche, von der du bereits gehört hast oder deren Logo sich dir positiv eingeprägt hat.
Eine bekannte Marke aufzubauen erfordert aber ein langfristiges und kontinuierliches Engagement.

Damit sich deine Kirche gut einprägt, ist eine konsequente Außendarstellung notwendig. Das fängt beim Logo an und kann z.B. durch einen einprägsamen Slogan vertieft werden z.B. „Kirche im Wort und im Geist!“ wird für kirchenferne sehr fremd klingen, im Gegensatz zu „Die Kirche für DICH!“ (auch wenn dieser Slogan etwas einfallslos klingt ) Gelingt es dir, mit deinem Namen und deinem Logo das Thema „Sinnvolles und erfülltes Leben“ in den Köpfen der Menschen zu verankern, so ist der erste Schritt zur starken Marke getan.

Menschen reagieren stark auf visuelle Eindrücke. Daher ist es wichtig, eine Bildmarke in den Köpfen der Kunden zu verankern. Je häufiger du daher ein Logo an die Menschen kommunizierst und je konsequenter du seine Verbreitung verfolgst, umso eher wird sich das Logo und die Kirche bei den Menschen einprägen. Daher empfiehlt es sich, ein Logo langfristig und klassisch anzulegen, denn das Logo soll sich ja über viele Jahre Verwendung finden und sich in die Köpfe der Menschen einprägen. Verwende dieses Logo auf allen Veröffentlichungen aus deiner Kirche! Auch solltest du beachten, dass ein gutes Corporate Design noch keine Marke ausmacht. Zwar ist das Corporate Design eine wichtige Voraussetzung für den Markenaufbau, doch ist es ebenso wichtig, dass die Werte und Inhalte, die mit der Kirche verbunden werden, einheitlich kommuniziert werden.

Das Erscheinungsbild wird mit Eigenschaften der Kirche in Verbindung gebracht und fördert somit das Image (oder auch nicht…). Das Erscheinungsbild ist die Visitenkarte deiner Kirche.

Vielleicht hast du dich auch schon über abgeblätterte Firmenschilder, unübersichtliche Anzeigen oder vielleicht auch nur ungepflegt erscheinende Mitarbeiter geärgert. Und hast dann sogleich den Schluss daraus gezogen, dass es um die Leistungen der Kirche und der Firma ähnlich schlecht bestellt sein müsste. Oftmals wird das Erscheinungsbild des Kirche unterschätzt und auf dessen Ausgestaltung zu wenig Wert gelegt. Daher lohnt es sich, in ein professionelles Erscheinungsbild zu investieren.

Ein guter Check, ob deine Kirche ein einheitliches CI hat: Lege alle deine Flyer, Briefbögen, Visitenkarten, Gottesdienstblätter, Liederblätter, etc. nebeneinander: Kannst du sofort eine einheitliche Linie entdecken? Oder ist es eher ein Durcheinander?