6.1 Die vier Krisentypen

Deine alte menschliche Natur hat verschieden Gewohnheiten, mit Krisen umzugehen. Hier sind die fünf häufigsten Krisentypen. Ordne dich darin ein.

  • Das Huhn „Wilder Aktionismus“

Das Huhn lässt sich schnell aufscheuchen und rennt in alle erdenklich Richtungen, wenn es Gefahr wittert. Das Problem ist, dass es damit leichte Beute ist und sehr schnell ermüdet, da es keine durchdachte Strategie verfolgt. 

Wenn du dieser Krisentyp bist, dann wirfst du dich ganz schnell in einen starken Aktionismus, wenn eine Krise da ist. Du googelst alle möglichen und unmöglichen Internetplattformen ab, rennst von Arzt zu Arzt, von Ratgeber zu Ratgeber, Hauptsache, du tust etwas. Stillstand ist deine größte Angst! Hilflos ausgeliefert sein, nicht alles getan haben und durch verpasste Aktionen Schuld fehlender Hilfe zu sein gehört zu deinen Alpträumen. Denn du bist verantwortlich! Du ziehst dir immer den Schuh an, denn du willst auf keinen Fall Schuldig machen. Du bringst lieber 10 unterschiedliche Ismaels auf die Welt, als garkeinen.

RELAX! Lege dieses Huhn in dir ab! Der Heilige Geist ist kein Huhn. Denn JESUS alleine ist der Retter, die Lösung, die Weisheit, die Wahrheit und der Weg!

  • Der Hase „Verdrängen/Fluchtverhalten“

Ob die innere Flucht und der Rückzug, oder sogar äußerliche Flucht: Du bist überzeugt, wenn es anfängt richtig weh zu tun, dass Flucht die einzige Befreiung ist. Du fliehst aus Beziehungen, aus Arbeitssituationen und sogar vor Gott. Wenn es dir nicht gut geht, dann vermeidest du geistliche Gemeinschaft. Leider allzu oft endet diese Flucht in Depression, Einsamkeit und Schwermut. Denn da landest du, wenn du vor der Krise fliehst, die Gott aber für die vorbereitet hat, damit du daran wachsen kannst. 

Halte still! Höre auf zu fliehen, denn dieses Fluchtverhalten treibt dich immer tiefer in die Einsamkeit und auch in die Ohnmacht hinein. Deine Rettung findest du alleine in Jesus, seinem Wort und der Gemeinschaft mit anderen Christen. Vor allem die Flucht vor Konflikten solltest du heute beenden. 

  • Der Schwarmfisch „Falsche Rücksichtnahme“ 

Liebe und Annahme von Menschen sind dir höchst wichtig, wenn nicht sogar das wichtigste. Dem anderen auf den Fuß zu treten dein Horror. Es allen Recht machen deine verzweifelte Lebensaufgabe. Deshalb hast du ständig das Gefühl, nicht genug zu sein. Zerrissen zu werden von den unterschiedlichen Erwartungen von Menschen um dich herum. Das ständige Verbiegen macht die Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Von Zeit zu Zeit entwickelst du sogar eine regelrechte Sozialphobie. Menschen strengen dich an, weil du sie nicht in der Nähe haben kannst, ohne zu denken, was du tun oder sein musst, damit sie zufrieden sind.

Das ist aber überhaupt nicht deine Aufgabe! Du hast nur einen einzige Person, der du gefallen brauchst. JESUS, der dich so wie so liebt, wie du bist. Aber nach ihm alleine darfst du dich ausrichten und dem du folgst. Ob das die Menschen um dich herum mögen oder nicht mögen. Das alleine wird dir echte Freiheit geben und dir helfen, in Liebe und Freude zu wachsen.

  • Der Stier „Die Sündenbocksuche“

Wer ist schuld? Das ist deine erste Frage in einer Krise. Du hoffst auf jeden Fall, dass DU nicht schuld bist! Denn das darf nicht sein. Aber eine Krise ist in erster Linie da, weil ein andere etwas falsch gemacht hat. Deine Eltern, deine Lehrer, dein Ex-partner, die Regierung, ein Arzt, ein Leiter. Wenn du den Schuldigen hast, dann muss er seiner Schuld bewusstwerden, bestraft werden, zumindest zur Umkehr gerufen werden, damit er oder sie nicht noch mehr Schaden anrichten kann.

Weißt du, dass wenn du auf der Suche nach dem Splitter im Auge des anderen deinen eigenen Balken übersiehst? Und vor allem weißt du, dass Jesus für dich Schuld des anderen gestorben ist? Das die Krise, in der du bist, dafür da ist, dass DU wächst und stark wirst? Das Gott derjenige ist, der auch diese Krise in seiner Hand hat? Wenn du das nicht erkennst, wird der Satan dich wie ein Stierkämpfer den Stier, so ermüden und erschöpfen, bis du zusammenbrichst. Denn das ist der Plan des Satans.

Ersetze deinen Krisentyp durch einen neuen:

Das göttliche Schaf: Vertrauen und Gehorsam Jesu gegenüber. Lese dazu Psalm 23:

Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. 2 Er weidet mich auf saftigen Wiesen und führt mich zu frischen Quellen. 3 Er gibt mir neue Kraft. Er leitet mich auf sicheren Wegen und macht seinem Namen damit alle Ehre. 4 Auch wenn es durch dunkle Täler geht, fürchte ich kein Unglück, denn du, HERR, bist bei mir. Dein Hirtenstab gibt mir Schutz und Trost. 5 Du lädst mich ein und deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du begrüßt mich wie ein Hausherr seinen Gast und füllst meinen Becher bis zum Rand. 6 Deine Güte und Liebe begleiten mich Tag für Tag; in deinem Haus darf ich bleiben mein Leben lang.

Mache die Übung aus Block 6.3.1