5.1 Menschenzentriertes versus gottzentriertes Handeln in Krisen

1.Mose 16, 1-2 Abram und Sarai konnten keine Kinder bekommen, da Sarai unfruchtbar war. Eines Tages schlug sie ihrem Mann vor: »Du weißt, dass der HERR mir Kinder versagt hat. Aber nach den geltenden Gesetzen kannst du mir durch eine Sklavin Kinder schenken. Darum überlasse ich dir meine ägyptische Magd Hagar. Vielleicht werde ich durch sie doch noch Nachwuchs bekommen!« Abram war einverstanden, 3 und Sarai gab ihm die Ägypterin Hagar zur Nebenfrau, die ihr als Sklavin diente. Sie lebten zu der Zeit schon zehn Jahre im Land Kanaan. 4 Abram schlief mit Hagar, und sie wurde schwanger. Als Hagar wusste, dass sie ein Kind erwartete, sah sie auf ihre Herrin herab. 5 Da beklagte Sarai sich bei Abram: »Jetzt, wo Hagar weiß, dass sie schwanger ist, verachtet sie mich – dabei war ich es, die sie dir überlassen hat! Du bist schuld, dass ich jetzt so gedemütigt werde! Der HERR soll entscheiden, wer von uns beiden im Recht ist!« 6 »Sie ist dein Eigentum«, erwiderte Abram, »ich lasse dir freie Hand – mach mit ihr, was du willst!« In der folgenden Zeit behandelte Sarai Hagar so schlecht, dass sie davonlief.

Beantworte Fragen aus Block 5.3.1

Zusammenfassung:  Eine Krise entsteht, wenn etwas nicht so passiert bzw. ist, wie wir uns das erhofft hatten. Diese Diskrepanz zwischen dem, was ich hoffe/wünsche/erwarte und was tatsächlich ist, kreiert einen steigenden Leidensdruck. Seelische Schmerzen, die sich auch körperlich äußern können. Eine Krise kann natürlich auch durch körperliche Schmerzen kommen. Aber auch diese Schmerzen haben eine Auswirkung auf unsere Seele und kreiert einen Leidensdruck. Unsere menschliche Natur drängt uns dahin, mit der eigenen Kraft und Tat eine Lösung zu bringen. Wenn diese Tat allerdings nicht im Einklang mit Gottes Willen ist, dann bringt sie leider keine gute Frucht hervor. Gottes Ziel in dieser Krise ist es, dass wir ihn, seinen Willen und auch sein Handeln immer besser verstehen können und dann im Nachhinein auch mehr und mehr im Einklang seines Willens unsere Krisen durchstehen können.

Im Fall Abrams wissen wir, dass er aus dieser Krise sehr wohl gelernt hat, auch wenn er die Folgen seines fleischlichen Handelns tragen musste, sehen wir, dass er einige Jahre später sogar bereit war, seinen Wunder-Sohn Isaak zu opfern. Denn er wusste, dass alles, was Gott tut und fordert, durch und durch immer das Beste ist. Er wusste nun, dass Gott wirklich allmächtig ist! Er wusste durch alle seine Krisen und Gottes Wirken durch diese Krisen, dass es kein gutes Ergebnis bringt, eigenmächtig Dinge in die Hand zu nehmen, sondern dass es immer besser ist, Im Willen Gottes zu handeln und zu leben.