4.2 Reflexivpronomen

Wenn sich eine Handlung nicht auf eine fremde Größe (ein Objekt), sondern auf die Subjektgröße, d. h. den Handelnden selbst, ZURÜCKBEZIEHT, sprechen wir von Rückbezüglichkeit oder Reflexivität. Das liegt z. B. in Sätzen vor wie

Das Griechische hat Reflexivpronomina für alle drei Personen. Es handelt sich um Verbindungen mit αὐτός in der Bedeutung »selbst«:

σε und αὐτόν wachsen zu einem Wort zusammen; dabei fehlt in außerneutestamentlichen Texten recht häufig das ε: σαυτόν. Ebenso zusammengesetzt ist ἐμαυ- τόν (< ἐμέ + αὐτόν, stets ohne das zweite ε). In der dritten Person lautet die Form ἑαυτόν (< ἑ [alte Form des Personalpronomens] + αὐτόν); oft fehlt auch hier außerhalb des Neuen Testaments das ε: αὑτόν.

Da αὐτός nach der O/A-Deklination flektiert, muss das GENUS mitberücksichtigt werden. Sind die bezeichneten Personen z. B. weiblich, lauten die Formen für die obigen Beispiele:

Analog werden (erwartungsgemäß) auch die anderen Kasus gebildet, so sagt man von einem Mann:

hingegen von einer Frau:

Im PLURAL werden die Formen in der 1. und 2. Person nicht zusammengeschrieben; im NT steht dafür typischerweise dieselbe Form wie in der 3. Person Plural: ἑαυτῶν (einfach Plural der 3. Person Singular) usw.:

ÜBERBLICK

Die Genitiv-Formen dieser Reflexivpronomina werden (wie diejenigen des Personalpronomens) auch POSSESSIV gebraucht, wenn die Besitzgröße der Subjektgröße des Satzes gehört. gehört. Sie werden klassisch immer attributiv gestellt; im NT ist sowohl die attributive als auch die prädikative Stellung möglich :