3.4 Grundsätzliches zur dritten Deklination

1. Die Wörter, denen wir bei den ersten beiden Deklinationen begegnen, haben (mindestens primär) einen Stamm mit A- oder O-Auslaut (daher spricht man von »A«- und »O«-Deklination). Alle anderen (nominalen) Wörter werden im Prinzip nach der dritten Deklination flektiert. Solche mit konsonantischem Stammauslaut gehören hierher, ebenso solche mit vokalischem bzw. diphthongischem auf -ι, -υ, -ευ und -ου. Den STAMM solcher Wörter können Sie in den meisten Fällen durch Abtrennung der G/S-Endung -ος leicht erkennen, z. B. bei τὸ ὄνομα der Name: τοῦ ὀνόματος des Namens (G/S) → Stamm ὀνόματ- (konsonantischer Stammauslaut, T- bzw. »Dental«-Stamm). Da erst der GENITIV SINGULAR den Stamm und damit (s. u. Punkt 4) das zutreffende Flexionsmuster erkennen lässt, reicht es (in der Regel) beim Lernen solcher Wörter nicht aus, sich den N/S (Wörterbuchform) zu merken; der G/S muss mitgelernt werden.

2. Wörter der dritten Deklination können grundsätzlich maskulin, feminin oder neutrisch sein. Das GENUS müssen Sie daher meist mitlernen. Bei bestimmten Stammtypen können Sie allerdings darauf verzichten, da sie auf ein bestimmtes Genus beschränkt sind (z. B. ist der oben genannte -ματ-Typus immer neutrisch).

3. Die dritte Deklination hat auch spezielle KASUSENDUNGEN. Die nachfolgende Tabelle enthält die Standardformen, die je nach Stammtyp (nach bestimmten Regeln) etwas verändert auftreten können: 2 Mask./Fem.

4. Besonders bemerkenswerte Wortformen (im Blick auf Stamm oder Endung oder beides) weisen der D/P und – häufig analog dazu – der N/S auf. Der N/S liegt in der (zusammen mit dem G/S zu lernenden) Wörterbuchform vor; Zusätzliches müssen wir uns dabei nicht merken. Beachtung verdient dagegen der DATIV PLURAL: Hier führt das Zusammenstoßen von Stammauslaut und σ öfter zu auffälligen Veränderungen.

Beispiele