3.1 Input

Wie das Deutsche besitzt das Griechische drei Genera, zwei Numeri und vier Kasus.

Die Genera

Kategorie bezeichnet hauptsächlich
Maskulinum Männliche Wesen; Flüsse, Winde; Abstrakta
Feminimum Weibliche Wesen; Bäume, Länder, Inseln, Städte; Abstrakta
Neutrum Phänomene ohne natürliches Geschlecht; als Verkleinerungsform auch männliche oder weibliche Wesen; Abstrakta

Die Numeri

Singular Einzahl; seltener Mehrzahl
Plural Mehrzahl; seltener scheinbar Einzal

Die Kasus

Das Griechische hat wie das Deutsche vier Kasus (Fälle):

Kasus Antwort auf die Frage
Nominativ »Wer oder was?«
Genitiv »Wessen/Von wem oder was?«
Dativ »Wem/Für wen/Durch wen oder was?«, auch »Wann?«
Akkusativ »Wen oder was?«

Wie oben angedeutet, werden die griechischen Kasus zum großen Teil wie die deutschen gebraucht. Unterschieden begegnet man vor allem beim Dativ. Der griechische Dativ wird um einiges vielfältiger verwendet. Neben der »echten« Dativfunktion gibt es zwei weitere Funktionen, die instrumentale (Antwort auf die Frage »Wodurch/Womit?«) und die lokative (Antwort auf die Frage »Wo?« bzw. [temporale Variante] – viel häufiger – »Wann?«). In der deutschen Übersetzung werden diese meist durch Präpositionalausdrücke wiedergegeben. Den Kasus erkennt man an der Endung. Für jeden davon sollten Sie eine »Regelübersetzung« (oder auch mehrere) zur Hand zu haben.
Das Griechische erkennt drei Deklinationsarten: die erste oder A-Deklination; die Zweite oder O-Deklination und die dritte Deklination. In diesem Skript werden wir die ersten beiden Formen lernen: