2.8.2 Intrinsische und extrinsische Motivation

Jeder Mensch hat Interessen und bevorzugte Aktivitäten. Wenn Sie gerne malen oder kochen, werden Sie Gelegenheiten suchen oder schaffen, das zu tun, was Sie mögen, ohne dass Sie jemand dazu zwingen muss. Dies wird als intrinsische Motivation bezeichnet, ein Wunsch, der aus dem Inneren einer Person kommt und nicht von äußeren Anreizen abhängt. Wenn Sie hingegen extrinsisch motiviert sind, werden Ihre Handlungen durch einen externen Nutzen angetrieben. Das Bedürfnis, den Lebensunterhalt zu verdienen, ist eine starke extrinsische Motivation, jeden Tag zur Arbeit zu gehen, auch wenn Sie Ihren Job nicht besonders mögen. Ehrenamtliche Arbeit hingegen ist in der Regel eher intrinsisch motiviert. Daher sind viele Menschen, die diese Art von Arbeit machen, hoch motiviert, viele Stunden zu arbeiten, ohne einen Cent zu verdienen, weil sie sich für eine bestimmte Sache einsetzen. 

Interessanterweise hat die Forschung gezeigt, dass es schädlich sein kann, wenn man für etwas bezahlt wird, das man die ganze Zeit getan hat, weil es einem Spaß macht. So verloren in einer Studie Kinder, die plötzlich Belohnungen für das Spielen mit Spielzeug erhielten, das sie mochten, das Interesse daran. Externe Belohnungen führen zu einer Abnahme der intrinsischen Motivation. Diese wird als Korrumpierungs- oder Verdrängungseffekt bezeichnet.  

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