2.4 Die Ausgänge des Indikativs

Der Begriff »AUSGANG« bezeichnet den sich an den Tempusstamm anschließenden Endteil der Verbform. Er besteht meist aus zwei Elementen:

a) einem charakteristischen Vokal, bei SF1, SF2 und SF6F dem THEMAVOKAL bzw. bei SF3, SF4 und SF6 dem KENNVOKAL und

b) der PERSONALENDUNG

2. Neben diesen »REGULÄREN« Ausgängen werden Sie sich später beim Lernen besonderer Verben (mit speziellem Stammauslaut oder unregelmäßiger Bildung) eine Reihe zusätzlicher Ausgänge merken müssen.

3. Wie Sie wohl schon bemerkt haben, weisen die aktiven Ausgänge mancherlei Gemeinsamkeiten auf. Sie stehen den mediopassiven gegenüber, die einander noch stärker ähneln. Dabei fallen die Ausgänge des INDIKATIV AORIST PASSIV aus dem Rahmen: Diese passen äußerlich besser zu denjenigen der Aktivformen, besonders des Ipf. und Plsqpf. Diese Eigentümlichkeit wird uns später auch bei den nichtindikativischen Formen (u. a. Infinitiv, Partizip, Konjunktiv) begegnen.

4. Aufgrund jeweiliger Ähnlichkeiten (besonders beim Mediopassiv) lassen sich die Ausgänge sinnvollerweise in solche mit und solche ohne AUGMENT unterteilen.

5. Für sich genommen, sind manche Ausgänge MEHRDEUTIG. Oben sind gleichlautende besonders markiert, und zwar die, die einander äußerlich entsprechen, auf eine übereinstimmende Art und Weise. Im Normalfall machen die Tempuszeichen oder das Fehlen bzw. Vorhandenseins des Augments klar, welche Verbform tatsächlich vorliegt.