2.1.3 Smarte Ziele setzen

SMART ist ein Akronym für Specific Measurable Achievable Reasonable Time Bound – Ziele die spezifisch, messbar, ausführbar, realistisch und terminiert sind. Nur wer klare Ziele hat, kann sie erfüllen, auch wenn es manchmal ein Kampf ist. Doch Ziele dürfen kühn gesteckt sein, damit wir das Beste aus uns herausholen können. Meistens erreicht ein Mensch seine Ein-Jahres-Ziele nicht. Aber blickt er auf die letzten zehn Jahre und seine Ziele zurück, ist er vorwiegend überrascht, wie viel er erreicht hat. „Befiehl dem Herrn deine Werke, und deine Gedanken werden zustande kommen“ (Spr 16,3).

Prioritäten und Ziele zu setzen, sollte immer in einem intensiven Austausch mit Gott geschehen. „Vertraue auf den Herrn mit dei-nem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade“ (Spr 3,5f). Wie und wo du diese Zeit mit Gott verbringst, hängt von deinen Zugängen zu Gott ab. Aber sinnvoll ist es in der Regel, sich eine klare Auszeit zu nehmen und in eine andere Umgebung zu gehen. Nach diesem einfachen Schema kann man vorgehen:

  1. REFLEXION (Der Ist-Zustand)
  • Blicke mit Gott auf die letzte Zeit zurück. Was war gut? Was war schwierig? Welche Gefühle steigen in dir auf? Welche offenen Themen gibt es?
  • Wie hast du deine Prioritäten gesetzt? In welche Bereiche hast du wie viel Zeit investiert und warum?
  • Welche Ziele hast du erreicht? Welche nicht und warum?
  1. GEBET
  • Danke Gott für den Erfolg und die Durchbrüche, die du hattest.
  • Durchlebe deine Emotionen erneut und bring sie ans Kreuz. Frage Gott, ob du auch mit Menschen über deine Gefühle oder bestimmte Situationen sprechen sollst.
  • Hol dir Gottes Zuspruch und seine Vergebung für falsche Prioritäten, Zeitverteilung, Sünde und die Dinge, die du nicht geschafft hast, ab.
  • Frage ihn, wie du deine Prioritäten neu ordnen sollst. Welche Ziele er für dein Leben und deinen Dienst hat. Lass dir sein großes Bild für dich und sein Reich zeigen. Träume mit ihm! Gott liebt es, dir auch ganz klare Ansagen zu machen, wenn du offen bist, sie umzusetzen.
  1. PRIORITÄTEN NEUORDNEN
  • Überdenke die verschiedenen Bereiche deines Lebens.
  • Setze neue Prioritäten und schreibe dies am Besten auf.
  • Je nach Lebensphase sind oft unterschiedliche Bereiche im Fokus.
  1. ZIELE SETZEN (Der Soll-Zustand)
  • Anhand deiner Prioritäten setzt du dir für jeden Lebensbereich so smarte Ziele wie möglich. Halte das schriftlich fest.
  • Teilweise kann es auch sinnvoll sein, klare Stunden-Ziele für jeden Bereich zu definieren. Folglich muss ein klarer Stundennachweis geführt und in der nächsten Evaluation reflektiert werden.
  • Auch Beziehung kann man priorisieren und sich Ziele dafür stecken.
  • Manchmal ist es sinnvoll, Ziele zu kategorisieren. Zum Beispiel kurzfristig, mittelfristig, langfristig oder Tages-, Wochen-, Monats-, Jahresziele oder Ein-Jahresziele, Fünf-Jahresziele oder Zehn-Jahresziele.
  • Vorsicht: Lass dich nicht verleiten, in deine eigenen Gedankenmuster zu rutschen, sondern versuche, klare Ansagen von Gott einzuholen.
  1. FOKUSSIEREN
  • Sind die Prioritäten und Ziele gesetzt, kann trotzdem der Alltagstrott diese in Vergessenheit geraten lassen.
  • Plane dir eine feste Zeit am Tag, in der Woche, im Monat und Jahr ein, um dir die gesetzten Prioritäten und Ziele vor Augen zu führen.
  • Gerade um schlechte Gewohnheiten abzulegen oder neue Gewohnheiten anzutrainieren, sollte dies täglich und im Gebet passieren.

Das könnte dein tägliches Gebet werden:
„… Wir bitten Gott, dass er euch durch seinen Geist alle nötige Weisheit und Einsicht schenkt, um seinen Willen in vollem Umfang zu erkennen. Dann könnt ihr ein Leben führen, durch das der Herr geehrt wird und das ihm in jeder Hinsicht gefällt. Ihr werdet imstande sein, stets das zu tun, was gut und richtig ist, sodass euer Leben Früchte tragen wird, und werdet Gott immer besser kennen lernen.“ (Kol 1,9)