1.5 Evangelisation und ihre Feinde

Jesus wusste, dass das Evangelium immer den ganzen Zorn Satans auf sich ziehen wird. Er wusste, dass Satan die Menschen gegen das Evangelium aufhetzen wird. Wie tut er das? Jesus erwähnt schon in seinem Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld die drei großen Feinde des Wortes Gottes. Sie verdrängen das Wort Gottes in dem Herzen eines Menschen und somit auch die Motivation, das Wort Gottes weiter zu geben:

Matthäus 13, 3 Und er redete vieles in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Siehe, der Sämann ging hinaus zu säen; 4 und indem er säte, fiel einiges an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf. 5 Anderes aber fiel auf das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und sogleich ging es auf, weil es nicht tiefe Erde hatte. 6 Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7 Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen sprossen auf und erstickten es. 8 Anderes aber fiel auf die gute Erde und gab Frucht: das eine hundert-, das andere sechzig-, das andere dreißigfach. 9 Wer Ohren hat, der höre! 

Dieses Gleichnis gilt zum einen das Wort Gottes an die Menschen an sich, aber wir können es genauso auch für den Auftrag Gottes, der an uns ergangen ist, nehmen:

  • Saatkorn auf dem Weg
    Satan raubt in dir die Einsicht, das Evangelisation notwendig ist. Der Samen auf dem Weg: Du hörst zwar, dass Jesus uns alle beauftragt, Menschen zu Jüngern zu machen, aber du vergisst oder verdrängst es wieder. Oft geschieht so etwas auch durch falsche Theologien, die Satan in unsere Kirchen sät. Evangelisation mit Worten ist nicht notwendig. Liebevolle Taten reichen aus oder sind wichtiger. Oder: Ich bin kein Evangelist, deshalb brauche ich das nicht zu tun.
  • Saatkorn unter den Dornen
    Ein Leben voller Sorgen um Geld und Luxus kann sowohl das Wort Gottes, als auch der Wunsch, es weiter zu geben, auf Dauer erdrücken. Ich werde lethargisch und mein Kopf ist nicht mehr frei dafür. Ich habe Stress und Sorgen genug.
  • Saatkorn auf den Felsen
    Das ist etwas, das die erste Kirche stark erlebt hat: Verfolgung. Wenn Menschen das Evangelium ablehnen. Sie wollen es nicht hören und lehnen deshalb auch dich als Christ ab, der ihnen das Evangelium erklären will. Die natürliche Reaktion eines Menschen ist es, den Menschen nicht mehr davon zu erzählen. Der Druck wird auf Dauer zu groß und wir schweigen. Auch hier trösten wir uns damit, dass wir auch nur durch unser Dasein als Christen mit einem guten Lebenswandel Zeugnis sein können. Darin besteht kein Zweifel, aber trotzdem führen Liebes Taten ohne die Erklärung, dass ein Mensch Jesus als seinen Herrn und Gott im Leben annehmen muss, um gerettet zu werden, nicht zum Ziel.

Jesus hat vorhergesehen, dass gerade die Verkündigung der frohen Botschaft auf riesige Hindernisse stoßen wird. Deshalb hat er es mehrmals vorhergesagt und hat dabei immer wieder betont, dass der Mensch gesegnet ist, der trotz dem Hindernis das Evangelium bereitwillig und ohne Unterlass verkündet.
Lese dazu:
Matthäus 10, 16 – 39
16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben. 17 Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch an Gerichte6 überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln7; 18 und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zum Zeugnis. 19 Wenn sie euch aber überliefern, so seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. 20 Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet. 21 Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben gegen die Eltern und sie zu Tode bringen. 22 Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. 23 Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere! Denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende sein, bis der Sohn des Menschen gekommen sein wird. 24 Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer und ein Sklave nicht über seinem Herrn. 25 Es ist dem Jünger genug, dass er werde8 wie sein Lehrer und der Sklave wie sein Herr. Wenn sie den Hausherrn Beelzebul9 genannt haben, wie viel mehr seine Hausgenossen! 26 Fürchtet euch nun nicht vor ihnen! Denn es ist nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und nichts verborgen, was nicht erkannt werden wird. 27 Was ich euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft aus auf den Dächern! 28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als auch Leib zu verderben vermag in der Hölle! 29 Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze10 verkauft? Und nicht einer von ihnen wird auf die Erde fallen ohne euren Vater. 30 Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. 31 Fürchtet euch nun nicht! Ihr seid wertvoller als viele Sperlinge. 32 Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 33 Wer aber mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 34 Meint nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36 und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; 38 und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer sein Leben11 findet, wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.

Paulus betont dieses Thema auch noch mal:
2.Timotheus 2, 1-13
1 Du nun, mein Kind, sei stark1 in der Gnade, die in Christus Jesus ist; 2 und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen2 gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren! 3 Nimm teil an den Leiden3 als ein guter Streiter4 Christi Jesu! 4 Niemand, der Kriegsdienste leistet5, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. 5 Wenn aber auch jemand am Wettkampf teilnimmt, so erhält er nicht den Siegeskranz, er habe denn gesetzmäßig6 gekämpft. 6 Der Ackerbauer, der sich müht, muss als Erster an den Früchten Anteil haben. 7 Bedenke, was ich sage! Denn der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen. 8 Halte im Gedächtnis Jesus Christus, auferweckt aus den Toten, aus dem Samen7 Davids, nach meinem Evangelium, 9 in dem ich Leid ertrage bis zu Fesseln wie ein Übeltäter! Aber das Wort Gottes ist nicht gebunden. 10 Deswegen erdulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie die Rettung8, die in Christus Jesus ist, mit ewiger Herrlichkeit erlangen. 11 Das Wort ist gewiss9. Denn wenn wir mitgestorben sind, werden wir auch mitleben; 12 wenn wir ausharren10, werden wir auch mitherrschen; wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen; 13 wenn wir untreu sind – er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.